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LeistungsbereichEnergie · Photovoltaik
MethodeRadiometrische Thermografie + RGB-Photogrammetrie
ReferenzEinfamilienhaus, Oberpfalz — 26 Module
Methodik

Vom Rohbild zur Modulkarte.

Jede Photovoltaikinspektion beginnt mit zwei Orthomosaiken derselben Fläche — einem hochauflösenden RGB-Orthofoto für die visuelle Kontrolle und einem radiometrischen Thermal-Orthofoto für die Temperaturverteilung. Beide werden auf das Modul-Polygon der Anlage projiziert, sodass jede Auffälligkeit einem konkreten Modul zugeordnet werden kann.

Die Klassifizierung folgt der Anomalieklassen-Tabelle nach IEC 62446-3: CoA 1 (kein Handlungsbedarf), CoA 2 (zu überwachen, in angemessener Zeit zu beheben) und CoA 3 (sicherheitsrelevant, sofortige Freischaltung). So bleibt die Bewertung nachvollziehbar und norm-konform, statt einer subjektiven Einschätzung.

Thermal-Orthofoto einer Photovoltaikanlage, Oberpfalz
Anlässe

Wann eine Befliegung sinnvoll ist

Eine Thermografie lohnt sich selten „einfach so“. In diesen Situationen liefert sie eine belastbare Entscheidungsgrundlage.

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Minderertrag ohne erkennbare Ursache

Der Wechselrichter meldet weniger, als die Anlage liefern müsste — die Ursache liegt aber nicht im Monitoring
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Nach Hagel, Sturm oder Schneelast

Schadensdokumentation für Versicherung und Betreiber, bevor Folgeschäden entstehen
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Abnahme und Nullaufnahme

Dokumentierter Ausgangszustand bei Inbetriebnahme — Vergleichsbasis für alle späteren Prüfungen
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Vor Ablauf der Gewährleistung

Mängel finden und melden, solange der Anspruch gegen Errichter oder Hersteller noch besteht
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Wiederkehrende Zustandskontrolle

Regelmäßige Erfassung im Betrieb, statt auf den Ausfall eines Strings zu warten
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Ankauf und Due Diligence

Unabhängige Zustandsaufnahme vor dem Kauf einer Bestandsanlage oder eines Solarparks
Referenzprojekt

Einfamilienhaus, Oberpfalz — 26 Module

Vollständige Auswertung eines realen Projekts: vom Orthofoto über die Anomaliekarte bis zur Kennzahl.

26Module gesamt · 8,84 kWp
21Module in Ordnung
5Auffällige Module
19,23 %Anomalierate · Klasse CoA 2
RGB-Orthofoto
RGB-OrthofotoOptische Übersicht der Dachfläche
Thermal-Orthofoto
Thermal-OrthofotoRadiometrische Temperaturverteilung
Anomaliekarte
Anomaliekarte4× Hotspot (Normal), 1× Zellanomalie

Name und Adresse des Kunden sind aus Datenschutzgründen anonymisiert. Sicherheitskritische Anomalien (CoA 3) wurden bei diesem Projekt nicht festgestellt.

Was wir prüfen

Fehlertypen, die eine Thermografie sichtbar macht

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Hotspot

Lokale Überhitzung einer Zelle oder eines Zellstrangs, häufig durch Vorschädigung oder Verschmutzung
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Multi-Cell-Anomalie

Mehrere Zellen eines Moduls auffällig warm — meist Hinweis auf einen fortgeschrittenen Moduldefekt
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Zellanomalie

Einzelne beschädigte oder degradierte Zelle im sonst unauffälligen Modul
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Bypass-Diode

Ein ganzer Teilstring des Moduls erwärmt sich gleichmäßig — typisches Muster einer ausgelösten oder defekten Diode
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String-Ausfall

Alle Module eines Strings liegen auf gleichem, erhöhtem Temperaturniveau — der Strang trägt nicht mehr bei
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Verschattung

Dauerhafte Teilverschattung durch Bewuchs, Aufbauten oder Nachbargebäude mit Ertragsverlust
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Glas- und Zellbruch

Im RGB-Orthofoto sichtbare Risse, Delamination und Feuchteeintritt am Modulrand
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Anschlussdose und Steckverbinder

Erwärmte Anschlussdosen und Verbindungsstellen als Hinweis auf Übergangswiderstände
Links das Wärmebild, rechts das Echtbild derselben Photovoltaikanlage: die Temperaturverteilung über die Module wird erst im Thermogramm sichtbar.
Messbedingungen

Eine Thermografie ist nur so gut wie der Moment, in dem sie entsteht.

Ein Modul wird nicht warm, weil es defekt ist, sondern weil es unter Last Strom erzeugt und ein Teil davon an der Fehlerstelle in Wärme umgesetzt wird. Ohne ausreichende Einstrahlung gibt es keinen Temperaturunterschied — und damit kein verwertbares Bild. Deshalb legen wir den Termin nach dem Wetter, nicht nach dem Kalender.

  • Einstrahlung von mindestens 600 W/m² — der in IEC 62446-3 genannte Mindestwert für eine belastbare Auswertung
  • Anlage in Betrieb und unter Last; eine freigeschaltete Anlage zeigt keine Anomalien
  • Wenig Wind — ab etwa 5 m/s kühlt der Luftstrom die Module und Temperaturunterschiede verschwinden
  • Trockene Module, kein Tau und keine Restfeuchte auf der Glasfläche
  • Stabile Einstrahlung statt wechselnder Bewölkung, damit die Aufnahmen untereinander vergleichbar bleiben
  • Aufnahme möglichst senkrecht zur Modulebene, um Reflexionen des Himmels zu vermeiden

Wenn die Bedingungen am Termin nicht passen, fliegen wir nicht und stimmen einen neuen ab. Ein Bericht aus schlechten Rohdaten kostet genauso viel und ist nichts wert.

Anlagentypen

Dachanlage und Freifläche — zwei verschiedene Einsätze

Die Auswertung folgt derselben Norm, die Planung vor Ort unterscheidet sich deutlich.

Für kleine Dachanlagen bis rund 25 kWp gibt es ein pauschales Angebot mit festem Umfang — Details dazu auf der Seite PV-Check. Größere Dach- und Freiflächenanlagen kalkulieren wir nach Modulanzahl, Zugänglichkeit und gewünschter Detailtiefe.

Ablauf

Von der Anfrage zum verorteten Befund

Anlage und Luftraum klären

Modulanzahl, Leistung, Standort und Umfeld werden vorab erfasst: Geozonen, angrenzende Grundstücke, Zugang zur Fläche und die nötigen Einverständnisse.

Termin nach Wetterlage

Der Einsatztag wird nach Einstrahlungsprognose und Wind gelegt. Die Anlage bleibt in Betrieb — abgeschaltet wird nichts.

Befliegung

Geplante Flugbahnen mit definierter Überlappung, radiometrische Thermalaufnahmen und RGB-Bilder im selben Überflug. Aufbau und Flugvorbereitung liegen meist unter einer Stunde.

Auswertung

Die Einzelbilder werden zu zwei Orthomosaiken verrechnet und auf das Modul-Polygon projiziert. Jede Auffälligkeit wird nach IEC 62446-3 klassifiziert und einem Modul zugeordnet.

Bericht

Prüfbericht mit Anomaliekarte, Modulliste, Einzelaufnahmen je Befund und Anomalierate — als Arbeitsgrundlage für Betreiber, Installateur und Versicherung.

Anomaliekarte einer Photovoltaikanlage mit markierten auffälligen Modulen
Genehmigung & Sicherheit

Über fremden Dächern gilt mehr als das Luftrecht.

Photovoltaikanlagen liegen auf Wohn- und Gewerbegrundstücken, oft dicht an der Nachbarbebauung. Deshalb klären wir vor jedem Termin nicht nur den Luftraum, sondern auch die Zustimmung der Betroffenen.

  • Fernpiloten-Zeugnis A1/A3 und A2, registrierter UAS-Betreiber, Betriebshaftpflicht für den Drohnenbetrieb
  • Prüfung der Geozonen und örtlichen Beschränkungen vor der Terminzusage
  • Einverständnis des Eigentümers für den Überflug des Grundstücks nach § 21h LuftVO
  • Information der unmittelbaren Nachbarn, bei Bedarf mit schriftlicher Zustimmung
  • Dokumentierte Flugvorbereitung: Wetter, Wind, Sicherheitsbereich, Rückfallebene

Die dafür nötigen Formulare stellen wir bereit und füllen sie mit Ihnen zusammen aus. Was nicht genehmigungsfähig ist, sagen wir vor der Beauftragung — nicht am Einsatztag.

Ergebnis

Was Sie nach der Befliegung in der Hand haben

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Thermal-Orthofoto

Radiometrische Gesamtaufnahme der Fläche, maßstäblich aus Einzelbildern verrechnet
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RGB-Orthofoto

Hochauflösende optische Übersicht für Glasbruch, Verschmutzung und Bewuchs
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Anomaliekarte

Jeder Befund einem Modul zugeordnet, klassifiziert nach CoA 1 bis CoA 3
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Prüfbericht

Strukturierte Dokumentation mit Modulliste, Einzelaufnahmen und Anomalierate
Einsatzgebiet

Photovoltaikinspektion in ganz Bayern

Ausgangspunkt ist Regensburg, das Einsatzgebiet ist ganz Bayern — Oberpfalz, Niederbayern, Oberbayern, Schwaben und Franken.

Bei Dachanlagen ist die Anfahrt bis 70 Kilometer um Regensburg enthalten, darüber wird sie vorab beziffert. Bei Freiflächenanlagen und Solarparks entscheidet die Modulzahl über den Aufwand, nicht der Weg — dafür fahren wir bis Augsburg, München oder Würzburg und auf Absprache auch bundesweit.

Orte und Landkreise im Einsatzgebiet anzeigen

Oberpfalz: Regensburg, Schwandorf, Amberg, Cham, Neumarkt i.d.OPf., Weiden, Burglengenfeld, Nittenau, Roding, Parsberg

Niederbayern: Landshut, Straubing, Deggendorf, Passau, Kelheim, Dingolfing, Landau a.d.Isar, Abensberg

Oberbayern: München, Ingolstadt, Rosenheim, Freising, Erding, Pfaffenhofen a.d.Ilm, Bad Abbach

Schwaben: Augsburg, Neu-Ulm, Kempten, Memmingen, Donauwörth, Nördlingen, Günzburg

Mittelfranken: Nürnberg, Fürth, Erlangen, Ansbach, Schwabach, Roth

Oberfranken: Bamberg, Bayreuth, Coburg, Hof, Kulmbach

Unterfranken: Würzburg, Schweinfurt, Aschaffenburg, Bad Kissingen

Betreiber mit mehreren Standorten planen wir am besten in einem Zug — mehrere Anlagen einer Region an aufeinanderfolgenden Tagen, eine Auswertung, ein Bericht je Standort.

Häufige Fragen

Photovoltaikinspektion mit der Drohne

Ersetzt die Thermografie die elektrische Prüfung der Anlage?

Nein. Die Drohnenthermografie ist eine berührungslose Zustandserfassung der Modulfläche. Elektrische Prüfungen wie Isolationsmessung, Kennlinienmessung oder die Prüfung der Schutzeinrichtungen nach DIN EN 62446-1 bleiben Aufgabe einer Elektrofachkraft vor Ort. Beides ergänzt sich: die Befliegung zeigt, wo hingeschaut werden muss, die Messung klärt die Ursache.

Muss die Anlage für die Inspektion abgeschaltet werden?

Im Gegenteil — die Anlage muss in Betrieb und unter Last sein. Eine freigeschaltete Anlage erzeugt keinen Strom, an einer Fehlerstelle entsteht keine Verlustwärme und die Thermografie zeigt nichts. Der Betrieb läuft während der Befliegung unverändert weiter.

Bei welchem Wetter kann gemessen werden?

Nötig sind mindestens 600 W/m² Einstrahlung, möglichst stabile Sonne und wenig Wind. In der Praxis heißt das: klare Tage zwischen später Vormittags- und früher Nachmittagszeit, von etwa März bis Oktober. Bei Bewölkung, Regen, feuchten Modulen oder kräftigem Wind wird der Termin verschoben.

Wie lange dauert eine Befliegung?

Aufbau und Flugvorbereitung liegen meist unter einer Stunde. Eine Dachanlage im Einfamilienhausbereich ist danach in wenigen Minuten erfasst, eine größere Gewerbedach- oder Freiflächenanlage in mehreren geplanten Flügen. Der zeitaufwendigere Teil ist die Auswertung, nicht der Flug.

Was bedeuten die Klassen CoA 1, 2 und 3?

Sie stammen aus der Anomalieklassen-Tabelle der IEC 62446-3. CoA 1 heißt: auffällig, aber kein Handlungsbedarf. CoA 2 heißt: beobachten und in angemessener Zeit beheben. CoA 3 ist sicherheitsrelevant und erfordert die sofortige Freischaltung des betroffenen Bereichs. Die Einordnung macht den Befund für Betreiber, Installateur und Versicherung nachvollziehbar.

Bekommen wir auch die Rohdaten?

Ja. Neben dem Bericht übergeben wir Orthofotos und Bilddaten in gängigen Austauschformaten, damit Installateur oder Gutachter direkt damit arbeiten können. Bei wiederkehrenden Inspektionen bleibt der Datensatz die Vergleichsbasis für den nächsten Durchgang.

Wärmebild eines Modulfelds mit gesetztem Messfenster: Minimal-, Mittel- und Maximaltemperatur des auffälligen Bereichs werden beziffert.
Anfrage

Jedes auffällige Modul benannt, nicht geschätzt.

Am Ende steht kein Sichteindruck, sondern eine Modulkarte: welches Modul auffällig ist, in welcher Klasse nach IEC 62446-3 es liegt und wie hoch die Anomalierate der Anlage insgesamt ausfällt. Damit lässt sich entscheiden, ob repariert, getauscht oder weiter beobachtet wird.

Für eine Einschätzung genügen Standort, Modulanzahl und Leistung der Anlage. Sie bekommen dann eine konkrete Aussage dazu, was aus der Luft erfassbar ist, was nicht und welcher Zeitrahmen realistisch ist.

Inspektion anfragen →
KI-Assistent
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