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SimCo Engineered — Brückeninspektion
LeistungsbereichInfrastruktur
MethodeOptisch & thermografisch, bauteilnah beflogen
EinsatzortBundesweit, auch bei eingeschränktem Zugang
Warum Brückeninspektion aus der Luft

Bauteile prüfen, die vom Boden aus kaum einsehbar sind.

Pfeiler, Widerlager, Kappen und Untersichten von Brücken sind oft nur mit Hubarbeitsbühne, Gerüst oder Abseiltechnik zugänglich — mit entsprechendem Aufwand, Sperrzeiten und Personaleinsatz in der Höhe. Die Drohne erreicht dieselben Bauteile bauteilnah und liefert hochauflösende Aufnahmen, während Straße oder Strecke in Betrieb bleiben.

Erfasst werden Risse, Abplatzungen, Bewehrungskorrosion, Auffälligkeiten an Schweißnähten und Lagern sowie der Zustand von Fugen und Entwässerung — jede Aufnahme dem Bauteil zugeordnet und verortet.

Was diese Leistung ist — und was nicht.

Die Bauwerksprüfung nach DIN 1076 ist eine handnahe Prüfung und wird von einem qualifizierten Bauwerksprüfer durchgeführt und bewertet. Eine Befliegung ersetzt sie nicht. Sie liefert die Zustandserfassung und Dokumentation, die davor, daneben oder danach gebraucht wird: als Vorerkundung vor der Hauptprüfung, als Nullaufnahme vor Baubeginn, als Zustandsdokumentation für Ausschreibung und Bauwerksbuch oder als schnelle Erfassung nach einem Ereignis.

Pylon und Schraegseile einer Bruecke aus der Luft
Anlässe

Wann eine Befliegung sinnvoll ist

Vorerkundung

Vor der Hauptprüfung: wo lohnt der Hubsteiger, wo genügt der Blick von oben.

Nullaufnahme

Zustand vor Baubeginn dokumentiert — Grundlage für den späteren Soll-Ist-Abgleich.

Ausschreibung

Belastbare Mengen und Zustandsbilder statt Schätzung im Leistungsverzeichnis.

Bauwerksbuch

Zuarbeit zur Bestandsdokumentation, georeferenziert und wiederholbar.

Nach einem Ereignis

Anprall, Hochwasser, Brand: Zustand erfassen, bevor jemand hochsteigt.

Schwer zugängliche Bereiche

Untersicht über Wasser, Gleis oder Fahrbahn, Pylone, Kappenränder.
Was wir erfassen

Bauteile im Fokus einer Brückeninspektion

Risse & Abplatzungen

Betonoberflächen, Kappen, Widerlager, Pfeilerköpfe

Bewehrungskorrosion

Freiliegende Bewehrung, Rostfahnen, Betonabtrag

Schweißnähte & Verankerungen

Stahl- und Verbundkonstruktionen, Seilverankerungen

Lager & Auflager

Verschiebung, Verschmutzung, Auffälligkeiten am Lagersockel

Fugen & Entwässerung

Funktionsfähigkeit, Wassereintritt, Ablaufsituation

Untersicht & Überbau

Flächige Erfassung ohne Gerüst und ohne Betreten

Kappen & Geländer

Randbereiche, Anprallschäden, Beschichtungszustand

Feuchte & Ablösungen

Thermografisch erkennbare Auffälligkeiten an Oberflächen
Beispiele

Was die Kamera aus sicherem Abstand zeigt

Eisenbahnbrücken

Brücken über der Schiene — und Brücken, die die Schiene tragen.

Fachwerküberbau

Genietete und geschraubte Knotenbleche, Streben, Querträger

Korrosionsschutz

Abblätternde Beschichtung, Rostfahnen an Anschlüssen

Auflagerbank & Lager

Längsfeste und bewegliche Lager, Verschmutzung, Wasserführung

Widerlager & Natursteinpfeiler

Fugen, Ausblühungen, Bewuchs, Auswäschungen

Besichtigungsstege

Laufbeläge, Geländer, Befestigungen, Zugänglichkeit

Schraubverbindungen

Fehlende und lose Schrauben, Muttern, Rost am Gewinde

Gleis & Schotterbett

Schienen, Befestigungen, Schotterprofil und Verwerfungen im Bild

Entwässerung

Abläufe, Wassereintritt am Überbau, Schotterbettbereich
Beispiele Schiene

Was an einer Eisenbahnbrücke erfasst wird

Was bei der Schiene anders ist.

Flüge an und über Bahnanlagen brauchen die Freigabe des Infrastrukturbetreibers — mit mehreren Wochen Vorlauf, den wir von vornherein einplanen. Dazu kommen die Oberleitung unter Spannung mit ihren Sicherheitsabständen und, je nach Bauwerk, ein abgestimmtes Zeitfenster. Eine Sperrpause ist für die Erfassung in der Regel nicht erforderlich; wo sie es doch ist, sagen wir das vor der Terminzusage.

Mehr zu Eisenbahnbrücken, Stützbauwerken, Tunnelportalen und Oberleitungsanlagen: Bahnanlagen-Inspektion.

Weiter als das Bild

Vom Foto zum messbaren Modell — und zur Unterlage

3D-Modell und CAD-Daten

Aus derselben Befliegung entsteht ein georeferenziertes 3D-Modell des Bauwerks. Am Modell lassen sich Längen, Höhen, Abstände und Flächen abgreifen, ohne erneut vor Ort zu sein — und ohne Maße aus alten Plänen zu übernehmen, die längst überholt sein können.

  • Punktwolke und Mesh als Bestandsgrundlage für Planung und Nachrechnung
  • Maßstäbliches Orthofoto der Ansichten und der Untersicht
  • Übergabe in gängigen Austauschformaten für CAD- und BIM-Software
  • Wiederholbare Aufnahme für den Soll-Ist-Abgleich nach der Maßnahme

Betriebs- und Bedienungsanweisung für Inspektionseinrichtungen

An vielen Brücken sind Einrichtungen fest eingebaut, damit das Bauwerk später geprüft werden kann: Steigleitern, Podeste, Laufstege, Anschlagpunkte und Befahranlagen. Für diese Einrichtungen erstellen wir die Betriebs- und Bedienungsanweisung, die der Betreiber für den sicheren Gebrauch braucht.

  • Beschreibung der Einrichtung und ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung
  • Zugangs- und Benutzungsablauf, erforderliche persönliche Schutzausrüstung
  • Prüfungen vor der Benutzung, Prüf- und Wartungsintervalle
  • Als Unterlage für Bauwerksakte und Einweisung des Personals
Ablauf

Von der Anfrage zum verorteten Befund

Standort und Luftraum klären

Bauwerk, Umgebung und Luftraum werden vorab geprüft: Geozonen, Betreiber, Zugänge, notwendige Freigaben und der zeitliche Vorlauf dafür.

Aufbau und Flugfreigabe

Bodenstation, Sicherheitsbereich, Wetter- und Windprüfung, dokumentierte Flugvorbereitung. In der Regel unter einer Stunde vor Ort.

Befliegung

Systematische Erfassung Bauteil für Bauteil: Übersicht, Detailaufnahmen im Zoom aus sicherem Abstand, bei Bedarf thermografisch — bei laufendem Verkehr.

Auswertung

Einzelbilder werden zu Orthofoto und, wenn gewünscht, zu einem vermessbaren 3D-Modell verrechnet. Auffälligkeiten werden dem Bauteil zugeordnet und verortet.

Bericht

Strukturierte Befunddokumentation mit Übersichtsplan, Einzelaufnahmen und Verortung — als Arbeitsgrundlage für Prüfer, Planer und Betreiber.

Zwei Techniker mit Bodenstation an einer Autobahnbrücke bei laufendem Verkehr
Genehmigung & Sicherheit

Der Flug ist der kleinere Teil. Die Vorbereitung entscheidet.

Brücken liegen fast immer in einem sensiblen Umfeld: über Fahrbahnen, Gleisen, Gewässern oder in der Nähe von Schutzgebieten. Deshalb steht vor jeder Befliegung die Abstimmung.

  • Fernpiloten-Zeugnis A1/A3 und A2, registrierter UAS-Betreiber, Betriebshaftpflicht für den Drohnenbetrieb
  • Prüfung der Geozonen und der örtlichen Beschränkungen vor der Terminplanung
  • Flüge über Bahnanlagen erfordern die Freigabe des Infrastrukturbetreibers — mit mehreren Wochen Vorlauf, den wir in den Zeitplan einrechnen
  • Abstimmung mit Straßenbaulastträger, Bauleitung oder Betreiber, je nach Bauwerk
  • Dokumentierte Flugvorbereitung: Wetter, Wind, Sicherheitsbereich, Rückfallebene

Wir planen so, dass keine Sperrung nötig wird. Wenn eine Sperrpause unvermeidbar ist, sagen wir das vorher — nicht am Einsatztag.

Ergebnis

Was Sie nach der Befliegung in der Hand haben

Orthofoto

Maßstäbliche Gesamtaufnahme des Bauwerks aus Einzelbildern

Verortete Befunde

Jede Auffälligkeit dem Bauteil zugeordnet und wiederauffindbar

Detailaufnahmen

Hochauflösende Einzelbilder je Befund, nachvollziehbar benannt

3D-Modell (optional)

Vermessbares Modell für Planung, Mengen und Soll-Ist-Abgleich
Häufige Fragen

Brückeninspektion mit der Drohne

Ersetzt die Drohne die Bauwerksprüfung nach DIN 1076?

Nein. Die Prüfung nach DIN 1076 ist eine handnahe Prüfung und wird von einem qualifizierten Bauwerksprüfer durchgeführt und bewertet. Die Befliegung liefert die Zustandserfassung und die Bilddokumentation dazu — als Vorerkundung, als Ergänzung zwischen den Prüfterminen oder als Bestandsdokumentation.

Muss die Brücke gesperrt werden?

In der Regel nicht. Die Aufnahmen entstehen aus sicherem Abstand, während Straße oder Strecke in Betrieb bleiben. Ob im Einzelfall eine Sperrung oder eine Sperrpause nötig ist, klären wir vor dem Termin mit dem Betreiber — nicht vor Ort.

Wie lange dauert eine Befliegung?

Aufbau und Flugvorbereitung liegen meist unter einer Stunde. Die eigentliche Erfassung richtet sich nach Bauwerksgröße und Detailtiefe; bei einer üblichen Straßen- oder Bahnbrücke ist ein Einsatztag der Regelfall. Der zeitkritische Teil ist die Freigabe, nicht der Flug.

Welche Schäden lassen sich aus der Luft überhaupt erkennen?

Sichtbare Oberflächenbefunde: Risse, Abplatzungen, freiliegende und korrodierte Bewehrung, Rostfahnen, Auffälligkeiten an Schweißnähten, Verankerungen und Lagern, Fugen- und Entwässerungszustand. Thermografisch werden zusätzlich Feuchte- und Ablösungshinweise sichtbar. Was hinter der Oberfläche liegt, bleibt Sache der handnahen Prüfung und der Materialuntersuchung.

Welche Genehmigungen sind nötig?

Das hängt vom Standort ab. Neben Fernpiloten-Zeugnis, Betreiberregistrierung und Haftpflicht sind Geozonen und örtliche Beschränkungen zu prüfen. Flüge über Bahnanlagen brauchen die Freigabe des Infrastrukturbetreibers mit mehreren Wochen Vorlauf. Wir klären das vor der Terminzusage und nennen den realistischen Zeitrahmen.

In welchem Format kommt das Ergebnis?

Als strukturierter Bericht im PDF-Format mit Übersichtsplan, verorteten Befunden und Einzelaufnahmen. Orthofoto, Bilddaten und — wenn beauftragt — das 3D-Modell werden zusätzlich in gängigen Austauschformaten übergeben, damit Planer und Betreiber direkt damit arbeiten können.

Inspektionsdrohne unter einem Eisenbahnviadukt bei laufendem Betrieb
Anfrage

Dokumentierter Befund statt Sichteindruck.

Jede Auffälligkeit wird fotografisch erfasst, dem Bauteil zugeordnet und in einem strukturierten Bericht zusammengefasst — als Grundlage für die Bauwerksprüfung nach DIN 1076 oder als ergänzende Dokumentation zwischen den Prüfterminen.

Anfragen von Betreibern, Ingenieurbüros und Generalunternehmern beantworten wir mit einer konkreten Einschätzung: was aus der Luft erfassbar ist, was nicht, welche Freigaben nötig sind und welcher Zeitrahmen realistisch ist.

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