Der Wechselrichter meldete bei Feuchtigkeit den Fehlercode 4450, einen Isolationsfehler auf der Gleichstromseite. Die Anlage lief, aber niemand wusste, ob und welche Module betroffen sind. Vom Boden aus ist das nicht zu erkennen; ein Gang aufs Dach ist teuer, gefährlich und findet einen elektrischen Fehler ohnehin nicht.
Ausgangslage
Aufdachanlage auf beiden Dachseiten eines Wohnhauses, Baujahr 2014, zwei Wechselrichter. Der Betreiber meldete den Fehlercode am westseitigen Wechselrichter, der vor allem nach Regen auftrat. Die Frage an uns: Welche Module sind betroffen, und wie groß ist der Schaden?
Vorgehen
Am 26. September 2026 zwischen 13:30 und 13:45 Uhr haben wir die Anlage beflogen: zwei automatische Rasterflüge mit RTK-Positionierung in 26 m Höhe, dazu ein manueller Nahflug über alle Modulreihen mit 154 Thermal- und RGB-Bildpaaren. Messbedingungen: 775 W/m² Einstrahlung, 21 °C, wolkenlos, 3 km/h Wind. Niemand musste das Dach betreten, die Anlage lief weiter.


Ergebnis
Ein kompletter String mit 19 Modulen (4,24 kWp) produzierte zum Aufnahmezeitpunkt keinen Strom. Die Module sind optisch unbeschädigt, kein Glasbruch, keine mechanischen Schäden. Damit ist die Ursache elektrisch eingegrenzt: Abschaltung oder Isolationsfehler im String, nicht ein defektes Modul. Zusätzlich zeigte ein Modul einen Hotspot mit 9,4 K Temperaturdifferenz; zwei weitere Module stehen mit schwachen Signalen auf der Kontrollliste.

Rechnerisch bedeutet der Stringausfall rund 4.244 kWh im Jahr, bei 0,30 €/kWh etwa 1.273 € jährlich, solange er nicht behoben wird. Diese Zahl steht im Bericht, damit der Betreiber die Dringlichkeit einordnen kann.
Was der Betreiber erhalten hat
Drei Tage nach dem Flug den vollständigen Inspektionsbericht nach IEC 62446-3: Modulkarte mit Kennung je Modul, Bildpaar zu jedem Befund, Klassifizierung nach Anomalieklasse, Hinweise zum gemeldeten Fehlercode und einen versicherungsrelevanten Abschnitt mit allen Messwerten. Die Empfehlung: Isolationsmessung je String und Prüfung der DC-Steckverbinder durch den Elektrofachbetrieb, danach thermografische Nachkontrolle. Der Elektriker weiß jetzt, wo er messen muss, statt die ganze Anlage abzusuchen.
„Endlich mal eine Firma, die es versteht, wie man mit einem Kunden umgeht. Alles perfekt erklärt und super professionell. Ich kann dieses Unternehmen nur empfehlen, wenn man ein Problem mit der PV-Anlage hat oder eine Inspektion machen möchte. Top – 5 Sterne sind fast zu wenig.“
Thomas Seibert · Google-Rezension, 01.10.2026
Dachanlage bis 25 kWp: Flug, Auswertung und Bericht ab 229 €. Wir sagen Ihnen nach der Anfrage, ob sich die Thermografie für Ihren Fall lohnt.
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